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Hap-Ki-Do im Post-Sportverein Bochum e.V.

Wissenswertes über Hap-Ki-Do

Ursprung

Die genaue Entstehungszeit der Hap-Ki- Techniken ist nicht bekannt. Man schätzt, dass die Techniken seit ca. 3000 Jahren gelehrt werden. Als sich der Buddhismus als Religionslehre verbreitete, wurden auch ähnliche Formen wie die Hap-Ki- Techniken verbreitet.

Die Buddhistenmönche lebten in der Einsamkeit, außerhalb der menschlichen Gesellschaft. Sie wollten ein gottgefälliges Leben führen. Dieses erreichten sie ihrer Meinung nach durch Meditation in der freien Natur. Das völlig "in-sich-gekehrt-sein" kennzeichnete ihre Ruhestellung.

Die Mönche waren Vegetarier, ihnen war es untersagt, Tiere zu töten. Nach ihrer Auffassung waren Tiere Lebewesen wie Menschen. Viele Buddhistenmönche fielen so während der Meditation wilden Tieren zum Opfer. Einige, die diese höchste Stufe der Meditation nicht erreichten, entwickelten Abwehrmethoden. Diese (Sebstschutz-) Techniken befähigten die Mönche beim Meditieren oder auf ihren Wanderungen Angreifer "kampfunfähig" zu machen.

Jede asiatische Kampftechnik hat einen langen Entwicklungsprozess durchschritten, bis sie zur kunstvollen Selbstverteidungung wurde. In alten Koreanischen Schriften sind einzelne Entwicklungsstufen überliefert. So stammten beispielsweise die Kwon-Techniken (Handtechniken) ursprünglich aus China. Sie wurden schließlich in Korea weiter entwickelt.

Die Hap-Ki-Do- Techniken unterlagen immer einer strengen Geheimhaltung und wurden nur in den "obersten Familien" vermittelt bzw. weitergegeben.

Geschichtliches

Die Kampfsportsysteme wie Hap-Ki-Do, Tea-Kwon-Do etc. wurden erst im 20. Jahrhundert richtig entwickelt, insofern ist Hap-Ki-Do jung. Die Wurzeln der Techniken haben aber eine lange Koreanische Tradition, wobei es aber auch Wechselwirkungen zwischen China, Korea und Japan gab.


Choi Young Sul

Die eigentliche Geschichte des Hap-Ki-Do beginnt mit Choi Yong Sul (1904 bis 1986). Als Choi 1904 in Korea geboren wurde, geriet dieses gerade unter japanische Herrschaft. Wie auch immer, ist Choi nach Japan gekommen und dort mit 11 Jahren als Hausjunge zu Sokaku Takeda, dem damaligen Oberhaupt einer alten Samurai-Familie. Sokaku lehrte das System Daito-Ryu-Aiki-JuJutsu. Dieses umfasst waffenlose Kampftechniken wie Hebel-, Wurf- und Würgetechniken im geringen Umfang auch Schlag- und Tritttechniken.

Obwohl Hausjunge, soll Choi dort 30 Jahre lang diese Kampftechniken erlernt haben. Eine Zeit lang hat hier auch Ueshiba Morihei, der spätere Gründer des Ai-Ki-Do, gelernt, womit sich auch die Ähnlichkeiten zwischen einigen Techniken des Hap-Ki-Do und des Ai-Ki-Do erklären dürften.

Nach dem Tod Sokakus und dem Ende des 2. Weltkrieges kehrte Choi 1945 nach Taegu in Korea zurück. Dort eröffnete er auch seine erste Schule, in der er zunächst reines Aiki-JuJutsu unterrichtete. Er nannte es Yu-Sul, die koreanische Übersetzung von JuJutsu (japanisch war gerade nicht sonderlich beliebt). Er kam im Laufe der Zeit mit anderen koreanischen Systemen in Berührung, insbesondere den harten Faust- und Fußstößen, und integrierte sie in seinem Stil. Er benannte sein System in dieser Zeit des öfteren um, so z.B. in Yu-Kwon-Sul oder HapKi-Yu-Kwon-Sul. In seiner Schule unterrichtete Choi viele spätere Großmeister, so u.a. Ji Han Jae und Kim Moo Wong.


Takeda Sokaku

Ji Han Jae

Gro�meister Ji Han Jae (geboren 1936) kommt aus Andong, Südkorea. Mit 13 Jahren begann er sein Training bei Choi für 5 Jahre. Da er nicht über den 3. Dan hinaus kam, verließ Ji den Dojang im Streit. Er setzte seine Ausbildung bei einem Mann fort, der sich Taoist Lee nannte. Dort lernte er Stocktechniken und diverse Fußtritttechniken. Außerdem soll er noch von einer Nonne die "innere Energie" (Ki) kennen gelernt haben. In seiner ersten Schule in Andong unterrichtete er seine Schüler in HapKi-Yu-Kwon-Sul. Später ging Ji nach Seoul. Er vereinigte die Techniken von Choi und Lee und nannte seine Kunst ab 1959 Hap-Ki-Do.

Im Jahre 1965 gründete er nicht nur die Korea Hap-Ki-Do Association, sondern wurde auch Chefausbilder der Leibwache des Präsidenten. Im Jahre 1971 nahm er an einem Bruce Lee-Film teil (Game of Death, der Mann mit dem goldenen Gürtel), was ihm aber einige Meister negativ ankreideten. Das Glück wendete sich 1979, wo nach einem Attentat auf den Präsidenten ein Schatten auf ihn fiel und Ji in das Gefängnis wanderte. Dort entwickelte er die Ideen, die später sein System im Sin-Moo-HapKiDo enden ließen. Im Jahre 1984 verließ er das Gefängnis und wanderte über Deutschland in die USA aus.

Zu seinen Schülern gehörten zahlreiche spätere Großmeister, auch wenn diese das nicht immer gerne hören möchten. Dazu gehört etwa Großmeister Kim Sou Bong, der Ji 1984 anlässlich eines Hap-Ki-Do-Festivals in Düsseldorf vorstellte.

Großmeister Kim Sou Bong kam im Jahre 1964 nach Deutschland, offiziell als Gastarbeiter, die im Bergbau arbeiten sollten. Mit ihm kam ein anderer Großmeister, Park In Suk. Sie trainierten zunächst in Kamen Hap-Ki-Do mit einigen Interessierten. Dies ist auch der Grund, warum der älteste Hap-Ki-Do-Verein in Beckum seit 1968 existiert.

Kim Sou Bong

Da zwei Meister in der Regel Streit bedeutet, erfolgte später eine Trennung. Park ging in die USA, Kim lehrte in Mühlheim an der Ruhr. In den 1970-er Jahren förderte Kim auch Schulen im Rhein/Main-Gebiet sowie in Österreich. Er hat hier somit den Hap-Ki-Do-Sport eingeführt und 1969 als Dachorganisation das Deutsche Hap-Ki-Do Dan-Kollegium (DHDK) gegründet. Großmeister Kim führte bis November 2010 erfolgreich eine Schule in Düsseldorf.

 

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